Kiosk-Modus

Durch den Kiosk-Modus werden Android-Geräte zu zweckgebundenen Geräten, welche für arbeitsbezogene Anwendungen geeignet sind. Endanwender können auf bereitgestellten Geräten mit aktiviertem Kiosk-Modus folglich nur die von der Organisation genehmigte App verwenden und freigegebene Gerätefunktionen nutzen.

Hierfür gibt es zwei Modi, die auf den Android-Geräten Anwendung finden können – zum einen den Einzel-App-Modus (Single App Mode) und den Multi-App-Modus (Multi App Mode).

Bei aktivem Kiosk-Modus erscheint auf dem Gerät der Relution Launcher, dessen Aktivierung der Benutzer bestätigen muss; auf Samsung-Geräten mit SAFE entfällt diese Bestätigung. Auf die Systemeinstellungen hat der Benutzer keinen Zugriff.


Kiosk im Einzel-App-Modus

Der Einzel-App-Modus ist ein Sperrmechanismus, der den Gerätezugriff auf eine einzige Anwendung beschränkt. Geräte, die im Einzel-App-Modus ausgeführt werden, dienen nur einem Zweck: Der Ausführung einer speziellen Anwendung mit minimalen Gerätefunktionen. Die Anwendung startet sich selbst, läuft im Vordergrund und wird auch dann wieder gestartet, wenn die Geräte heruntergefahren oder neu gestartet werden. Auf diese Weise gewährleistet der Kiosk-Modus die ordnungsgemäße Nutzung der Geräte und vermeidet gleichzeitig unnötige Ablenkungen für Benutzer.

  1. Im Relution-Portal zum Menüpunkt Geräte → Richtlinien navigieren und auf Hinzufügen klicken.
  2. Eine Android-Richtlinie erstellen und einen Namen vergeben. Auf Speichern klicken.
  3. Nach Klick auf Hinzufügen anschließend die Option Kiosk-Modus wählen und mit Details hinzufügen fortfahren.
  4. Der Schalter An/Aus bleibt aktiviert (Standard). Im Pflichtfeld Passwort wird das Passwort hinterlegt, mit dem sich der Kiosk-Modus am Gerät verlassen lässt (Kiosk-Modus verlassen →). Ohne Passwort lässt sich die Konfiguration nicht speichern.
  5. Die Option Einzel-App-Modus aktivieren einschalten und genau eine App auswählen. Die gewählte App muss bereits auf dem Gerät installiert sein, z. B. über die Aktion Relution Store App bereitstellen →.
  6. Die Konfiguration nach Auswahl weiterer Optionen und Einschränkungen (Weitere Einstellungen →) speichern und die aktuelle Version der Richtlinie veröffentlichen.
  7. Um die Richtlinie auf Android-Geräten anzuwenden, die gewünschten Geräte über das Tab Geräte mit dieser Richtlinie hinzufügen. Die gewählten Einstellungen werden anschließend automatisch auf den Geräten ausgeführt.

Kiosk im Multi-App-Modus

Der Multi-App-Modus beschränkt Geräte auf eine bestimmte Auswahl von Anwendungen, die für die Arbeitsanforderungen der Organisation relevant sind. Benutzer haben die Möglichkeit, auf freigegebene Anwendungen zuzugreifen und diese zu nutzen. Mit dem Kiosk-Modus lässt sich die vollständige Kontrolle über die Gerätenutzung ausüben und es wird sichergestellt, dass Geräte nur für bestimmte Zwecke genutzt und verwendet werden.

  1. Im Relution-Portal zum Menüpunkt Geräte → Richtlinien navigieren und auf Hinzufügen klicken.

  2. Eine Android-Richtlinie erstellen und einen Namen vergeben. Auf Speichern klicken.

  3. Nach Klick auf Hinzufügen anschließend die Option Kiosk-Modus wählen und mit Details hinzufügen fortfahren.

  4. Der Schalter An/Aus bleibt aktiviert (Standard). Im Pflichtfeld Passwort wird das Passwort hinterlegt, mit dem sich der Kiosk-Modus am Gerät verlassen lässt (Kiosk-Modus verlassen →). Ohne Passwort lässt sich die Konfiguration nicht speichern.

  5. Ist die Option Einzel-App-Modus aktivieren ausgeschaltet, lässt sich eine App-Auswahl hinzufügen. Die ausgewählten Apps müssen bereits auf dem Gerät installiert sein. Sobald mehr als eine App ausgewählt ist, lässt sich der Einzel-App-Modus nicht mehr einschalten.

  6. Des Weiteren stehen weitere Optionen zur Verfügung, von denen folgende relevant sind:

    • Alle über den Relution App Store bereitgestellten Nativen Apps zulassen - standardmäßig aktiv. Der Kiosk zeigt dann zusätzlich zur App-Auswahl alle nativen Apps des Relution App Store an; nicht installierte Apps werden zum Download angeboten. Damit nur die ausgewählten Apps erscheinen, wird die Option deaktiviert.
    • App-Store Aktualisierungs-Interval - nur bei aktiver vorheriger Option; legt fest, wie oft das Gerät die Liste des Relution App Store aktualisiert (1, 2, 4, 6, 12 oder 24 Stunden; Standard 12 Stunden). Ein kürzeres Intervall lässt neue Apps früher erscheinen, erhöht aber Akkuverbrauch und Datenvolumen.
    • Nur installierte Apps anzeigen - wenn deaktiviert, werden alle verfügbaren Apps angezeigt und zum Download angeboten.
    • Vom Administrator installierte Apps anzeigen - Apps, die per Aktion Relution Store App bereitstellen auf den Geräten installiert wurden, erscheinen automatisch im Kiosk-Modus, auch wenn sie nicht mehr im Store verfügbar sind.
    • Apps nach Kategorie gruppieren - ordnet die Apps im Launcher in Ordnern nach ihrer Kategorie an. Eine App mit mehreren Kategorien erscheint in jedem dieser Ordner.
    • App-Anordnungstyp - bei Dynamisch (Standard) wird das Raster automatisch berechnet. Bei Fixiert und Fixiert und zentriert (Raster ab der Bildschirmmitte) werden Anzahl der App-Symbole pro Zeile und Anzahl der App-Symbole pro Spalte festgelegt (jeweils 1 bis 12).
  7. Die Konfiguration nach Auswahl weiterer Optionen und Einschränkungen (Weitere Einstellungen →) speichern.

  8. Bei Bedarf die Konfiguration Kiosk-Modus mit der Konfiguration App Konformität ergänzen.

  9. Die aktuelle Version der Richtlinie veröffentlichen.

  10. Um die Richtlinie auf Android-Geräten anzuwenden, die gewünschten Geräte über das Tab Geräte mit dieser Richtlinie hinzufügen. Die gewählten Einstellungen werden anschließend automatisch auf den Geräten ausgeführt.


Weitere Einstellungen

Unabhängig vom gewählten Modus bietet die Konfiguration folgende Einstellungen:

  • Gerätename anzeigen - zeigt einen Namen auf dem Launcher an. Ist das Feld Gerätename leer, erscheint der Name des Geräts. Änderungen am Gerätenamen können mehrere Stunden dauern, bis sie auf dem Gerät sichtbar sind.
  • Geräteeinstellungen - Bildschirm beim Laden anlassen, Notfall-Telefonnummer sowie Homescreen Hintergrundbild und Sperrbildschirm Hintergrundbild (jeweils PNG oder JPEG). Die Notfall-Telefonnummer und das Sperrbildschirm-Hintergrundbild erscheinen auf dem Sperrbildschirm und setzen daher einen Sperrbildschirm voraus, der sich über eine Passwort-Konfiguration erzwingen lässt. Über die Notfall-Telefonnummer lässt sich auch bei gesperrtem Gerät oder aktivem Kiosk-Modus ein Notruf absetzen.
  • Geräteeinschränkungen - u. a. Navigationsleiste, Statusleiste, Systemleiste, Task Manager und Home-Taste sowie Samsung-Funktionen wie Airview, S-Voice, Edge-Screen, Multi-Fenster und Smart-Clip. Navigationsleiste, Statusleiste und deren Erweiterung, Systemleiste, Task Manager, Home-Taste und Edge-Screen sind standardmäßig erlaubt. Bei deaktivierter Navigations- oder Systemleiste ist die App selbst für die Navigation zuständig. Benachrichtigungen löschen und Taskmanager leeren entfernen Benachrichtigungen bzw. die Liste der zuletzt verwendeten Apps.
  • Hardware Einschränkungen - unter Deaktiviere Hardwaretasten lassen sich An-/Ausschalter, Lautstärketasten sowie Home-, Zurück- und Menü-Taste sperren.

Kiosk-Modus verlassen

Am Gerät erscheint die Passworteingabe, wenn der Bildschirm zügig 2-mal, 4-mal, 1-mal und 3-mal angetippt wird, mit einer Pause von jeweils mehr als 0,5 Sekunden zwischen den Gruppen. Nach Eingabe des in der Konfiguration hinterlegten Passworts lässt sich der Kiosk-Modus verlassen.

Ab Relution 26.5.5 wird das gespeicherte Passwort im Portal nicht mehr angezeigt, sondern maskiert (*****). Bleibt das Feld beim Bearbeiten unverändert, wird der gespeicherte Wert beibehalten; ein neu eingetragener Wert ersetzt ihn.

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