Einschreibungsarten

Für Android Enterprise stehen drei unterschiedliche Arten der Einschreibung zur Verfügung. Jede verfügt über spezielle Funktionalitäten, die für spezifische Anwendungsfälle geeignet sind.

EinschreibungsartWerksreset zur EinrichtungPrivate NutzungZugriff der Administratoren
Verwaltetes Gerät →erforderlichnicht möglichVollzugriff auf das gesamte Gerät
Persönliches Profil (COPE) →erforderlichim privaten Profil möglichVollzugriff auf das Gerät, kein Einblick ins private Profil
Arbeitsprofil / BYOD →nicht erforderlichauf dem restlichen Gerät möglichkein Zugriff auf private Bereiche des Geräts

Verwaltetes Gerät (Managed Device)

Die Einschreibungsart Verwaltetes Gerät eignet sich beispielsweise für Organisationen oder Schulen, um Geräte an Benutzer auszuhändigen, die ausschließlich für dienstliche oder schulische Tätigkeiten genutzt werden.

  • Zugriff der Administratoren: voller Zugriff auf das Gerät, u. a. Einsicht in die Liste installierter Apps sowie Zurücksetzen auf Werkseinstellungen.
  • Voraussetzung: Zurücksetzen des Geräts auf Werkseinstellungen vor der Inbetriebnahme.
  • Einschränkung: kein privates Profil, das Gerät ist ausschließlich für die dienstliche Nutzung vorgesehen. Das Hinzufügen weiterer Konten, etwa einer privaten Google-ID, unterbindet Relution nicht automatisch. Dafür steht in der Konfiguration Restriktionen → die Option Verbieten, Konten hinzuzufügen und zu entfernen zur Verfügung.

Details zur Einrichtung: Verwaltetes Gerät →


Verwaltetes Gerät mit persönlichem Profil (Company Owned, Personally Enabled COPE)

Die Einschreibungsart bildet das Gegenstück zum Arbeitsprofil und ermöglicht es, Geräte einer Organisation an Benutzer auszuhändigen, die diese auch privat nutzen dürfen.

  • Privates Profil: Benutzer melden dort ihre private GoogleID an und installieren eigene Apps; private und dienstliche Daten sind strikt voneinander getrennt.
  • Zugriff der Administratoren: voller Zugriff auf das Gerät, jedoch kein Einblick ins private Profil (z. B. keine Sicht auf installierte Apps oder aktivierte Einstellungen).
  • Zurücksetzen auf Werkseinstellungen: vor der Inbetriebnahme erforderlich; ein späterer Werksreset durch Administratoren löscht sowohl private als auch dienstliche Daten vollständig.

Details zur Einrichtung: Persönliches Profil →


Arbeitsprofil / BYOD

Die Einschreibungsart Arbeitsprofil ist die richtige Wahl für den Bring Your Own Device-Ansatz (BYOD): Benutzer stellen ihr privates Gerät zur Verfügung, auf dem die Organisation ein Arbeitsprofil einrichtet.

  • Voraussetzung: kein Zurücksetzen des Geräts notwendig.
  • Nutzung: Innerhalb des Arbeitsprofils werden beispielsweise die Mail-App oder weitere Apps der Organisation bereitgestellt; private und organisationsbezogene Daten sind strikt getrennt.
  • Zugriff der Administratoren: kein Einblick auf installierte private Apps, keine Zugriffsrechte auf Funktionen oder Einstellungen des privaten Geräts.
  • Löschung: Wird das Arbeitsprofil entfernt, werden nur die organisationsbezogenen Daten gelöscht – private Daten bleiben erhalten.

Details zur Einrichtung: Arbeitsprofil / BYOD →


Optionen der Einschreibung

Beim Anlegen einer Einschreibung unter Geräte → Einschreibungen zeigt das Formular für die Plattform Android Enterprise neben Typ und Eigentümerschaft weitere Optionen an. Sie stehen für alle drei Einschreibungsarten zur Auswahl; Einschränkungen sind jeweils genannt.

Authentifizierung, Mehrfach-Einschreibung und Mobilfunkregistrierung zulassen lassen sich nach dem Speichern nicht mehr ändern. Laut Hinweis im Formular erzeugt jede Änderung einer bestehenden Android-Enterprise-Einschreibung die Registrierung bei Google neu; der bisherige QR-Code und der DPC-Identifier werden dadurch ungültig.

Authentifizierung

Das Auswahlfeld Authentifizierung im Abschnitt Zuweisung legt fest, ob sich ein Benutzer während der Einschreibung anmelden muss:

  • Nicht erforderlich (Standard): Die Einschreibung erfolgt ohne Anmeldung.
  • Mit Relution Companion-App (unterstützt Einmalnutzung & Ablaufdatum): Die Relution Companion-App verlangt während der Einschreibung die Anmeldung des Benutzers. Mehrfach-Einschreibung und Gültig bis bleiben verfügbar.
  • Mit integrierter Android-App (erzwingt Mehrfachnutzung): Die Anmeldung erfolgt ohne Companion-App während der Geräteeinrichtung über die Anmeldeseite von Relution. Gibt es genau einen Relution-Benutzer mit der E-Mail-Adresse des bei Google angemeldeten Kontos, wird dieser automatisch angemeldet; andernfalls erscheint die Anmeldeseite. Ist der Einschreibung ein Benutzer mit E-Mail-Adresse zugewiesen, ist sie mit dessen E-Mail-Adresse vorbelegt, sonst mit der des Google-Kontos. Die Einschreibung wird dem angemeldeten Benutzer zugeordnet, wobei Relution für jedes Gerät eine eigene, einmalig nutzbare Kopie der Einschreibung anlegt. Das Formular blendet Mehrfach-Einschreibung und Gültig bis aus.

Der Anmeldeablauf über die integrierte Android-App wird nur genutzt, wenn zusätzlich die Option Google Arbeitskonto-Anmeldung anzeigen aktiviert ist. Diese wird ausschließlich beim Typ Verwaltetes Gerät angeboten und setzt eine verwaltete Google-Domain voraus, siehe Google Work-Account-Einrichtung →. Einschreibungen mit dieser Option sind immer für mehrere Geräte nutzbar und laufen nicht ab.

Ablauf

Im Abschnitt Ablauf legt Mehrfach-Einschreibung fest, ob die Einschreibung für mehrere Geräte verwendet werden kann. Nach dem Datum unter Gültig bis lässt sich die Einschreibung nicht mehr verwenden; vorbelegt ist ein Datum sieben Tage nach dem Anlegen. Bei der Authentifizierung Mit integrierter Android-App (erzwingt Mehrfachnutzung) wird der Abschnitt nicht angezeigt.

Compliance

Der Abschnitt Compliance enthält folgende Optionen:

  • Immer ein Gerätekennwort erfordern (standardmäßig aktiv): Auch ohne explizite Kennwort-Richtlinie ist ein Gerätekennwort erforderlich. Relution hinterlegt dazu in der Standardrichtlinie der Einschreibung eine Kennwortanforderung für das Gerät sowie eine Compliance-Regel, die Apps deaktiviert, solange kein Kennwort gesetzt ist.
  • Mobilfunkregistrierung zulassen: Die Einrichtung darf über mobile Daten erfolgen. Relution ergänzt dazu eine entsprechende Angabe im QR-Code.
  • Sprache: Die gewählte Sprache wird als Sprache für die Geräteeinrichtung in den QR-Code übernommen. Ohne Auswahl entfällt die Angabe.
  • System-Apps aktiviert lassen: Nicht wesentliche System-Apps bleiben nach der Einschreibung aktiviert, siehe Verwaltetes Gerät →.

WLAN

Im Bereich WLAN lässt sich ein Netzwerk für die Geräteeinrichtung hinterlegen:

  • Abschnitt Verbindung: Netzwerk SSID, Verstecktes Netzwerk, Sicherheitstyp (Keiner / Offen für alle, WEP oder WPA/WPA2 PSK) sowie bei WEP und WPA das Passwort.
  • Abschnitt Proxy Typ: Keine, Manuell mit Host, Portnummer und Proxy umgehen für (Liste von Adressen, die nicht über den Proxy geleitet werden) oder Automatisch konfigurieren mit PAC URL (Adresse der PAC-Datei).

Relution übernimmt WLAN und Proxy nur in den QR-Code, wenn Netzwerk SSID ausgefüllt ist. Für die Einschreibung per NFC gilt eine Einschränkung, siehe Geräte mit NFC einschreiben →.

Vereinbarungen

Im Abschnitt Konfiguration lassen sich unter Vereinbarungen Vereinbarungen auswählen, die unter Einstellungen → Allgemein → Vereinbarungen angelegt wurden. Relution stellt deren Texte dem Gerät während der Einschreibung bereit. Die Auswahl erscheint nur für Benutzer mit Leserecht auf Vereinbarungen.

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