Airdrop
Seit der Aktualisierung auf iOS 26.2 (sowie iPadOS 26.2 und macOS 26.2) hat Apple die Sicherheitsanforderungen für den Datenaustausch via AirDrop verschärft. Viele Nutzer, insbesondere in Schulen und Unternehmen, stellen fest, dass beim Versenden von Dateien plötzlich die Eingabe eines Codes verlangt wird – ein Verhalten, das unter iOS 18.x noch nicht existierte.
Beim Versuch, eine Datei an eine Person zu senden, die nicht in den eigenen Kontakten gespeichert ist, wird der Transfer blockiert, bis ein numerischer Code eingegeben wurde. Dies erschwert den schnellen Datenaustausch im Unterricht oder in Arbeitsgruppen erheblich.
Ursache
Laut offizieller Apple-Dokumentation ist dies eine bewusste Sicherheitsfunktion zum Schutz der Privatsphäre:
- Identitätsprüfung: Wer nicht in den eigenen Kontakten hinterlegt ist, muss nun zwingend einen AirDrop-Code verwenden, um Objekte senden zu können.
- Ablauf: Der Empfänger muss Fortfahren wählen, woraufhin ein Code auf seinem Display erscheint. Dieser muss vom Sender eingegeben werden, um die Übertragung zu autorisieren.
- MDM-Einschränkung: Administratoren haben derzeit keine Möglichkeit, diese Abfrage über Mobile Device Management (MDM) global zu deaktivieren. Apple bietet MDM-Anbietern hier keine erweiterten Optionen gegenüber dem Endanwender an.
Voraussetzung: Apple Account und iCloud
Auf iPads ohne Apple Account erscheint beim Umstellen von AirDrop auf Nur Kontakte ein Bestätigungsfenster mit dem Hinweis, dass hierfür iCloud benötigt wird. Ohne Anmeldung ist diese Einstellung nicht nutzbar.
Damit AirDrop im Modus Nur Kontakte zuverlässig funktioniert, muss außerdem die E-Mail-Adresse oder Mobiltelefonnummer des Apple Accounts der sendenden Person in deren Kontaktkarte beim Empfänger hinterlegt sein.
Workaround
Um die ständige Code-Eingabe zu umgehen, gibt es folgende Ansätze:
Temporäre Lösung: AirDrop auf 10 Minuten für alle stellen
Die einfachste kurzfristige Lösung ist, AirDrop vorübergehend auf 10 Minuten für alle zu stellen. In diesem Modus ist keine Kontaktbeziehung oder Code-Eingabe erforderlich. Die Einstellung kehrt nach 10 Minuten automatisch auf den vorherigen Wert zurück.
Die 30-Tage-Regel nutzen
Sobald ein Code einmal erfolgreich eingegeben wurde, merkt sich das System die Verbindung. Nun lassen sich 30 Tage lang weitere Objekte mit dieser Person austauschen, ohne dass erneut ein Code verlangt wird.
Dauerhafte Lösung: Zu Kontakten hinzufügen
Die Codeabfrage wird dauerhaft unterdrückt, wenn sich Sender und Empfänger gegenseitig in ihren Kontakten speichern.
- Nach einem Empfang die Option Neuen Kontakt erstellen oder Zu Kontakt hinzufügen wählen.
- Sobald die Person als bekannter Kontakt hinterlegt ist, erfolgt der Austausch wie gewohnt ohne zusätzliche Verifizierung.
Bekannte Kontakte verwalten oder ignorieren
Um eine Verbindung vor Ablauf der 30 Tage zu trennen:
- Die App Kontakte öffnen.
- In der Liste unter Andere bekannte Kontakte nach der entsprechenden Person suchen.
- Dort Diese Person ignorieren wählen, um den automatisierten Austausch zu beenden.