App Konformität

In der Richtlinien-Konfiguration App Konformität wird festgelegt, welche App auf einem iOS-Gerät verfügbar sein soll und welche nicht. In Relution ist es möglich, die App Konformität auf zwei unterschiedliche Arten zu konfigurieren.


Konfiguration anlegen

Die Konfiguration wird unter Geräte → Richtlinien in einer iOS-Richtlinie über Konfiguration hinzufügen → App Konformität angelegt. Im Abschnitt Allgemein wird unter Listenart festgelegt, ob die Apps als Sperrliste (Alle Apps in der folgenden Liste sind nicht erlaubt, Standard bei neuen Konfigurationen) oder als Positivliste (Alle Apps in der folgenden Liste sind erlaubt) behandelt werden. Pro Konfiguration ist nur eine der beiden Listenarten aktiv.

Die Apps werden im darunterliegenden Abschnitt Apps auf der Sperrliste bzw. Apps auf der Positivliste über Hinzufügen eingetragen. Als Quellen stehen Relution App Store App, Apple App Store App, iOS System-App / mitgelieferte App und App manuell hinzufügen (Name und Bundle-ID) zur Verfügung. Dieselben Quellen gelten für den Abschnitt Erforderliche Apps.

Sperrliste und Positivliste wirken nur auf betreuten (supervised) Geräten: Dort werden die gesperrten bzw. nicht erlaubten Apps ausgeblendet. Auf nicht betreuten Geräten werden keine Apps ausgeblendet; ist dort eine gesperrte bzw. nicht erlaubte App installiert, wird das Gerät als Nicht konform angezeigt.


Alle Apps in der folgenden Liste sind nicht erlaubt

Hierbei handelt es sich um eine klassische Sperrliste (Blocklist). Alle Apps, die auf dieser Liste hinterlegt sind, werden im Anschluss auf betreuten iOS-Geräten ausgeblendet und Benutzer können diese nicht mehr aufrufen. Die Apps werden nicht deinstalliert. Hier können zum Beispiel einzelne System-Apps oder auch Apps aus dem öffentlichen App Store hinterlegt werden, die nicht auf den Geräten genutzt werden dürfen.

Die System-Apps Einstellungen und Feedback-Assistent können nicht gesperrt werden. Ebenso darf eine erforderliche App nicht auf der Sperrliste stehen. In beiden Fällen lässt sich die Konfiguration nicht speichern.


Alle Apps in der folgenden Liste sind erlaubt

Dies ist die klassische Positivliste (Allowlist). Alle Apps, die hier hinterlegt sind, können auf iOS-Geräten installiert werden, sind im Anschluss für Benutzer sichtbar und können genutzt werden. Auf betreuten Geräten werden alle übrigen Apps ausgeblendet.

Einige Systemkomponenten ergänzt Relution automatisch: Steht die Kamera-App auf der Positivliste, wird der QR-Code-Scanner mit aufgenommen (QR Code lässt sich nicht scannen →). Ist AirDrop erlaubt, wird die AirDrop-Oberfläche mit aufgenommen (AirDrop →).

Unter der Positivliste stehen drei weitere Optionen zur Verfügung:

Alle Auto-Deployments hinzufügen

Alle Apps, die bei entsprechenden Benutzerkonten oder Gruppen in den Auto-Deployments hinterlegt sind, werden automatisch auf die Positivliste gesetzt. Dies erspart Aufwand und vermeidet Fehler. Bei neuen Konfigurationen ist die Option deaktiviert.

Lokale Sicherheitsabfrage-Dialoge erlauben

Mit der Option Lokale Sicherheitsabfrage-Dialoge erlauben (z.B. iCloud- oder Google-Login) werden die Systemdialoge für lokale Sicherheitsabfragen und für die Google-Anmeldung auf die Positivliste gesetzt. Ohne diese Option werden solche Anmeldedialoge bei aktiver Positivliste blockiert. Bei neuen Konfigurationen ist die Option deaktiviert.

Im Feld Weblinks wird festgelegt, wie mit Weblinks auf den Geräten verfahren wird (Weblinks →):

  • Weblinks blockieren
    Alle Weblinks werden blockiert - egal, ob sie über eine Richtlinie oder eine Aktion auf die iOS-Geräte gebracht wurden. Dies ist die Standardeinstellung.

  • Alle Weblinks im Vollbildmodus erlauben
    Es werden nur Weblinks angezeigt, die für den Vollbildmodus konfiguriert wurden.

  • Alle Weblinks erlauben (Safari wird automatisch erlaubt)
    Alle Weblinks werden erlaubt. Der Safari Browser wird dabei automatisch freigeschaltet.


Erforderliche Apps

Apps auf dieser Liste müssen auf den Geräten installiert sein. Aktiv installiert wird eine App nur, wenn in der Spalte Auto Installation das Häkchen gesetzt ist; beim Hinzufügen einer App ist es standardmäßig gesetzt. Automatisch installiert werden können native Apps aus dem Relution Store sowie App-Store-Apps mit gerätebasierter Lizenz aus Apps und Bücher (im Portal: VPP). Automatisch installierte erforderliche Apps können Benutzer nicht von den Geräten entfernen.

Fehlt eine App dieser Liste auf einem Gerät, wird das Gerät als Nicht konform im Geräte-Inventar angezeigt, sofern unter Einstellungen → Geräteverwaltung → Geräteverwaltung die Option Konformitätsverletzungen anlegen, falls erforderliche Apps fehlen aktiv ist (Standard). Der Relution Agent kann nicht auf diese Liste aufgenommen werden. Er wird automatisch bei der Einschreibung auf den Geräten installiert.

Weitere Spalten der Liste:

  • Sperrbar und Ausblendbar: Erlauben dem Benutzer, die App auf dem Gerät zu sperren bzw. auszublenden. Zum Ausblenden muss die App auch sperrbar sein. Beide Häkchen sind beim Hinzufügen gesetzt und erfordern iOS 18.1 oder neuer.
  • VPP Lizenzen und Verfügbare VPP Lizenzen: Zeigen die vorhandenen und die noch freien Lizenzen aus Apps und Bücher je App.

Oberhalb der Liste stehen zwei Schalter zur Verfügung:

  • Nicht länger erforderliche Apps automatisch deinstallieren: Wird eine automatisch installierte erforderliche App aus der Konfiguration entfernt oder die Konfiguration vom Gerät entfernt, wird die App deinstalliert. Bei neuen Konfigurationen ist der Schalter ausgeschaltet.
  • Diese erforderlichen Apps immer zur Liste der erlaubten Apps hinzufügen: Wird durch diese oder eine andere Richtlinie eine Positivliste für das Gerät konfiguriert, werden die erforderlichen Apps dieser Konfiguration dort ergänzt. Der Schalter wirkt unabhängig davon, ob in dieser Konfiguration Sperr- oder Positivliste gewählt ist. Bei neuen Konfigurationen ist er eingeschaltet.

Ist bei einer Positivliste der zweite Schalter ausgeschaltet, müssen alle erforderlichen Apps auch auf der Positivliste eingetragen sein, sonst lässt sich die Konfiguration nicht speichern.

Zudem sollten System-Apps ebenfalls nicht auf die Liste Erforderliche Apps aufgenommen werden. Diese brauchen nicht installiert werden, da sie sich bereits auf den Geräten befinden. Es reicht aus, wenn sie auf der Positivliste hinterlegt werden.


Mehrere Konfigurationen auf einem Gerät

Gelten für ein Gerät mehrere Konfigurationen App Konformität, zum Beispiel aus verschiedenen Richtlinien, werden sie zusammengeführt:

  • Enthalten alle Konfigurationen eine Sperrliste, werden die Sperrlisten zusammengefasst.
  • Enthält mindestens eine Konfiguration eine Positivliste, werden alle Sperrlisten ignoriert und die Positivlisten zusammengefasst.
  • Alle Auto-Deployments hinzufügen und Lokale Sicherheitsabfrage-Dialoge erlauben (z.B. iCloud- oder Google-Login) wirken nur, wenn sie in allen Konfigurationen mit Positivliste aktiviert sind.
  • Für Weblinks gilt die restriktivste Einstellung.
  • Die erforderlichen Apps aller Konfigurationen werden zusammengefasst. Ist für eine App in einer der Konfigurationen Auto Installation gesetzt, wird sie automatisch installiert.
Top