DNS Proxy
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Mit der Konfiguration DNS Proxy wird festgelegt, welche App die DNS-Anfragen des Geräts verarbeitet. Die App bringt dafür eine DNS-Proxy-Erweiterung (Network Extension) mit, die alle DNS-Anfragen des Systems entgegennimmt, etwa um sie zu filtern oder an einen eigenen DNS-Server weiterzuleiten. Relution überträgt die Einstellungen als Profil mit dem Payload-Typ com.apple.dnsProxy.managed.
Plattformen
Die Konfiguration steht in Richtlinien für iOS/iPadOS und macOS zur Verfügung. Formular und Verhalten sind auf beiden Plattformen gleich.
- Die Konfiguration ist einmal pro Richtlinie möglich.
- Sie steht nur für Geräte mit Geräteregistrierung zur Verfügung, nicht für Geräte mit Benutzer-Einschreibung (siehe Benutzer-Einschreibung iOS → und Benutzer-Einschreibung macOS →).
- Laut Apple wird ein DNS-Proxy ab iOS 11 und macOS 10.15 unterstützt; unter iOS/iPadOS setzt Apple ein überwachtes Gerät → voraus.
- Die App mit der DNS-Proxy-Erweiterung wird durch diese Konfiguration nicht installiert. Sie wird separat auf die Geräte verteilt.
Allgemein
Im Abschnitt Allgemein stehen folgende Felder zur Verfügung. In Klammern steht jeweils der Schlüssel im Profil.
- App Bundle Identifier (
AppBundleIdentifier, Pflichtfeld): Bundle-ID der App, die die DNS-Proxy-Erweiterung enthält, z. B.com.example.dnsproxy. Ohne Eintrag lässt sich die Konfiguration nicht speichern. - Provider Bundle Identifier (
ProviderBundleIdentifier, optional): Bundle-ID der DNS-Proxy-Erweiterung selbst. Das Feld wird nur benötigt, wenn die App mehrere DNS-Proxy-Erweiterungen enthält. Bleibt es leer, wird der Schlüssel nicht übertragen.
Beide Werte werden unverändert übertragen; Platzhalter werden nicht ersetzt. Welche Bundle-IDs eine App verwendet, ist der Dokumentation des App-Herstellers zu entnehmen.
Besonderheiten
- Herstellerspezifische Einstellungen: Eigene Einstellungen für die Erweiterung (Schlüssel
ProviderConfiguration) bietet das Formular nicht an. Benötigt die App weitere Angaben wie Serveradressen oder Lizenzschlüssel, werden diese auf dem vom Hersteller vorgesehenen Weg bereitgestellt, etwa über eine App-Konfiguration. - Relution Decon: Decon richtet für seinen Inhaltsfilter selbst einen DNS-Proxy ein. Enthält eine dem Gerät zugewiesene Richtlinie bereits eine Konfiguration DNS Proxy, unterbleibt das; das Gerät erhält dazu den Compliance-Hinweis DNS-Proxy für Decon kann nicht gesetzt werden, da der Konfigurationstyp bereits existiert (siehe Relution Decon (Inhaltsfilter) →).
- macOS: Unter macOS wird eine DNS-Proxy-Erweiterung laut Apple als Systemerweiterung ausgeliefert. Ihre Freigabe ist über die Konfiguration System-Erweiterungen → möglich.
- Apple Configurator 2: Enthält eine Richtlinie bereits eine Apple-Configurator-2-Konfiguration mit dem Payload-Typ
com.apple.dnsProxy.managed, lässt sich die Konfiguration DNS Proxy dort nicht mehr hinzufügen, und umgekehrt (siehe Apple Configurator 2 Konfiguration →).
Verwandte Themen
- Verfügbare Konfigurationen iOS → — Alle Konfigurationen für iOS/iPadOS im Überblick.
- Verfügbare Konfigurationen macOS → — Alle Konfigurationen für macOS im Überblick.
- Relution Decon (Inhaltsfilter) → — DNS-basierter Inhaltsfilter von Relution.
- Filter für Inhalte → — Einschränkung von Webinhalten über integrierte oder eigene Filter.
- Globaler HTTP Proxy → — Umleitung des HTTP-Datenverkehrs über einen Proxy.