Filter für Inhalte
Die Konfiguration Filter für Inhalte regelt den Aufruf von Websites auf iOS-Geräten. Mit dem Filter-Typ Built In steht der in iOS integrierte Jugendschutzfilter zur Verfügung, der aktiviert oder deaktiviert werden kann. Mit dem Filter-Typ Plugin wird der Inhaltsfilter einer Filter-App eines Drittanbieters eingebunden. In macOS-Richtlinien steht nur der Filter-Typ Plugin zur Verfügung, siehe Filter für Inhalte unter macOS →.
Voraussetzungen
- Das Gerät ist überwacht (Kennzeichnung Wird überwacht im Portal), siehe Überwachter Modus / Supervision →.
- Beim Filter-Typ Plugin ist die Filter-App des Anbieters auf dem Gerät installiert.
Konfiguration
Unter Geräte → Richtlinien wird die Konfiguration Filter für Inhalte in einer iOS-Richtlinie über Hinzufügen angelegt. Über die Auswahl Filter-Typ wird festgelegt, ob der integrierte Filter (Built In, Standard) oder der Filter einer Drittanbieter-App (Plugin) verwendet wird. Je nach Auswahl blendet das Portal die zugehörigen Felder ein.
Filter-Typ Built In
Der automatische Filter ist aktiv, wenn der Schalter Auto-Filter aktivieren eingeschaltet ist (standardmäßig aus). Er beurteilt jede geladene Webseite und sperrt Inhalte, die nicht für Kinder geeignet sind.
Unter Umständen wird durch den Filter nicht immer das gewünschte Ergebnis erzielt, da teilweise auch URLs gefiltert werden, die keine jugendgefährdenden Inhalte aufweisen. Hinweise zu Suchergebnissen, die der Filter nicht einschränkt, und zu Filter-Apps von Drittanbietern enthält der Artikel Filter für Inhalte (Built In) →.
Zusätzlich zum automatischen Filter können Webseiten zur Liste Gesperrte URLs oder zur Liste Erlaubte URLs hinzugefügt werden:
- Gesperrte URLs: Wenn eine bestimmte URL gefiltert werden soll, die nicht durch den automatischen Filter geblockt wird, wird sie in diese Liste eingetragen. Die Liste sollte nicht mehr als 500 Einträge enthalten.
- Erlaubte URLs: Soll eine gefilterte URL freigegeben werden, wird sie in diese Liste eingetragen. Die Liste ist nur bearbeitbar und wird nur an die Geräte übertragen, wenn Auto-Filter aktivieren eingeschaltet ist.
In beiden Listen werden nur http- und https-URLs angenommen.
Ein besonderes Augenmerk gilt der Liste Bestimmte Lesezeichen. Sind dort Einträge vorhanden, sind ausschließlich diese URLs erlaubt, unabhängig vom Inhalt der Liste Erlaubte URLs. Zudem werden die Einträge der Liste Bestimmte Lesezeichen in Safari als Lesezeichen angelegt. Ein Eintrag wird über Hinzufügen im Dialog Neue erlaubte Lesezeichen hinzufügen erfasst:
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| URL | Pflichtfeld. Adresse des Lesezeichens (http oder https) |
| Pfad des Lesezeichens | Optional. Ordner, in dem das Lesezeichen in Safari angelegt wird |
| Titel | Pflichtfeld. Name des Lesezeichens |
Filter-Typ Plugin
Mit dem Filter-Typ Plugin wird der Inhaltsfilter einer Filter-App eines Drittanbieters eingebunden; die Filterung selbst übernimmt diese App. Lesezeichen sind bei diesem Filter-Typ nicht zulässig.
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Filtername | Pflichtfeld. Name des Filters |
| ID | Pflichtfeld. Paket-ID der App, die den Filteranbieter enthält |
| Dienstaddresse | Optional. Adresse des Filterdienstes, z. B. Hostname oder URL |
| Benutzername | Optional. Benutzername für die Anmeldung beim Filterdienst |
| Passwort | Optional. Passwort für die Anmeldung beim Filterdienst; nur zusammen mit einem Benutzernamen zulässig |
| Payload Zertifikat | Optional. Zertifikat (PKCS#1 oder PKCS#12) aus der Zertifikatsverwaltung für die Anmeldung beim Filterdienst |
| Verkehr-Filter Typ | Socket-basiert (Standard) filtert den Netzwerkverkehr auf Socket-Ebene, WebKit den Verkehr von WebKit-Browsern; es ist genau eine Option aktiv |
Aufbewahrung der Safari-Historie erzwingen
Der Schalter Aufbewahrung der Safari-Historie erzwingen steht bei beiden Filter-Typen zur Verfügung, gilt ab iOS 26 und ist standardmäßig aktiviert. Ist er aktiviert, kann der Safari-Verlauf auf dem Gerät nicht gelöscht werden und das private Surfen ist deaktiviert. Ist er deaktiviert, bleibt das Löschen des Verlaufs auf Geräten ab iOS 26 möglich. Ob ein aktiver Filter auf älteren iOS-Versionen das Löschen des Verlaufs sperrt, legt Apple fest.