WLAN
Mit der Konfiguration WLAN werden Zugangsdaten für ein WLAN-Netzwerk auf die Geräte übertragen, sodass sich die Geräte ohne manuelle Eingabe verbinden. Unterstützt werden offene Netzwerke, Netzwerke mit gemeinsamem Schlüssel (WEP, WPA, WPA2, WPA3) und Enterprise-Netzwerke mit 802.1X-Authentifizierung (EAP), jeweils optional mit Proxy und Quality of Service.
Plattformen
Die Konfiguration steht in Richtlinien für iOS/iPadOS, macOS, watchOS und visionOS zur Verfügung. Ein überwachtes Gerät ist nicht erforderlich.
- iOS/iPadOS, macOS, visionOS: Die Konfiguration wird auch auf Geräte mit Benutzerregistrierung übertragen.
- watchOS: ab watchOS 3.2.
- macOS: Zusätzlich steht das Feld Setup-Modus zur Verfügung (siehe Verschlüsselung →).
- iOS/iPadOS: WLAN-Konfigurationen aus aktiven Richtlinien stehen außerdem für die Aktion Return to Service → zur Auswahl.
Alle übrigen Felder sind auf allen Plattformen gleich. Ob ein Betriebssystem eine einzelne Einstellung umsetzt, entscheidet Apple; Relution überträgt die Werte unverändert.
Allgemein
- Netzwerk SSID: Name des Netzwerks. Pflichtfeld. Die SSID erscheint auch als Name der Konfiguration in der Richtlinie.
- Randomisierung der MAC-Adresse (Private Adresse) deaktivieren: Das Gerät verwendet in diesem Netzwerk seine feste MAC-Adresse statt einer privaten WLAN-Adresse. Standardmäßig deaktiviert.
- Verstecktes Netzwerk: für Netzwerke, die ihre SSID nicht aussenden. Standardmäßig deaktiviert.
- Netzwerk automatisch beitreten: Das Gerät verbindet sich selbstständig, sobald das Netzwerk in Reichweite ist. Standardmäßig aktiviert.
- IPv6 aktivieren: IPv6 für dieses Netzwerk. In einer neuen Konfiguration ist der Schalter ausgeschaltet und wird für Netzwerke mit IPv6 aktiviert.
- Captive Network-Erkennung deaktivieren: Das Gerät prüft beim Verbinden nicht, ob eine Anmeldeseite (Captive Portal) vorgeschaltet ist, und zeigt den Captive Network-Assistenten nicht an. Standardmäßig deaktiviert.
- Wi-Fi Hotspot 2.0 HESSID: optionale HESSID eines Hotspot-2.0-Netzwerks. Weitere Hotspot-2.0-Einstellungen bietet das Formular nicht an.
Verschlüsselung
Das Feld Verschlüsselungstyp legt fest, wie sich das Gerät am Netzwerk anmeldet. Standardwert ist Keine (offenes Netzwerk).
| Gruppe | Verschlüsselungstyp | Zusätzliche Felder |
|---|---|---|
| Offen | Keine | – |
| Persönlich (gemeinsamer Schlüssel) | WEP, Persönlicher WPA/WPA2, Persönlicher WPA2, Persönlicher WPA3, Persönlich Beliebig | Passwort |
| Firmenweit (802.1X) | Dynamisches WEP, Firmenweiter WPA/WPA2, Firmenweiter WPA2, Firmenweiter WPA3, Firmenweit Beliebig | Enterprise-Authentifizierung (EAP) → |
Bei Persönlich Beliebig und Firmenweit Beliebig wählt das Gerät das vom Netzwerk angebotene Verfahren selbst.
- Passwort: Netzwerkschlüssel bei den persönlichen Verschlüsselungstypen. Optional; bleibt das Feld leer, wird kein Schlüssel übertragen. Bei den übrigen Typen wird ein gespeicherter Schlüssel nicht übertragen.
- Setup-Modus (nur macOS): legt fest, wann das Netzwerk verfügbar ist.
- Standard (voreingestellt): Es wird kein Setup-Modus übertragen; es gilt das Standardverhalten von macOS.
- Anmeldefenster: Das Netzwerk steht bereits im Anmeldefenster zur Verfügung.
- System: Das Netzwerk wird systemweit unabhängig von einer Benutzeranmeldung verwendet.
- Beides: Anmeldefenster und System zusammen.
Enterprise-Authentifizierung (EAP)
Bei den firmenweiten Verschlüsselungstypen erscheinen die EAP-Einstellungen. Unter Zulässige EAP-Typen muss mindestens ein Typ ausgewählt sein: TLS, TTLS, LEAP, PEAP, EAP-FAST, EAP-AKA und EAP-SIM. Bei EAP-FAST lassen sich zusätzlich PAC verwenden, Provision PAC und Provision PAC Anonym aktivieren.
Welche weiteren Felder erscheinen, hängt von den gewählten EAP-Typen ab:
| Feld | Erscheint bei | Bedeutung |
|---|---|---|
| Benutzername | TLS, TTLS, LEAP, PEAP, EAP-FAST | Pflichtfeld, außer wenn ausschließlich TLS gewählt ist. Platzhalter wie ${user.name} sind möglich. |
| Einmalpasswort | wie Benutzername, nicht bei ausschließlich TLS | Das Passwort wird nicht übertragen; das Gerät fragt es bei jeder Verbindung ab. |
| Passwort | TTLS, LEAP, PEAP, EAP-FAST, solange Einmalpasswort ausgeschaltet ist | Pflichtfeld, solange noch kein Passwort gespeichert ist. |
| Identitätszertifikat | TLS, TTLS, PEAP, EAP-FAST | siehe Identitätszertifikat → |
| Innere Authentifizierung (Phase 2) | TTLS | PAP, CHAP, MSCHAP, MSCHAPv2 (Standard) oder EAP |
| Äußere Identität | TTLS, PEAP, EAP-FAST | Optionale anonyme Identität, die außerhalb des verschlüsselten Tunnels gesendet wird. |
| 2-Faktor Authentifizierung aktivieren | TTLS, PEAP, EAP-FAST | Vorgesehen für die Anmeldung mit Identitätszertifikat zusätzlich zu Benutzername und Passwort. Standardmäßig deaktiviert. |
| TLS minimum Version, TLS maximum Version | TLS, TTLS, PEAP, EAP-FAST | Jeweils 1.0, 1.1 oder 1.2. Die minimale Version darf nicht größer als die maximale sein. Ohne Auswahl gelten 1.0 und 1.2. |
| Anzahl der SIM RANDs | EAP-SIM | 2 oder 3 (Standard) |
Ist ausschließlich TLS gewählt, überträgt Relution die Vorgabe, dass ein Identitätszertifikat erforderlich ist.
Identitätszertifikat
Mit einem Identitätszertifikat weist sich das Gerät am RADIUS-Server aus. Zwei Varianten stehen zur Verfügung:
- Zertifikat wählen: Über Auswählen wird ein Zertifikat aus der Zertifikatsverwaltung → oder eine Zertifikatsvorlage ausgewählt, z. B. der Built-In CA → oder eines Zertifikatspools →. Bei einer Vorlage erhält jedes Gerät ein eigenes Zertifikat.
- Benutzerdefiniertes Zertifikat verwenden: Verwendet wird das WLAN-Zertifikat aus dem Profil des Benutzers, der dem Gerät zugewiesen ist (siehe Benutzerzertifikate →). Besitzt der Benutzer mehrere WLAN-Zertifikate, wählt das optionale Feld Zertifikatsname eines davon aus; es kann Platzhalter enthalten. Bleibt es leer, wird das am längsten gültige Zertifikat verwendet.
Lässt sich das Benutzerzertifikat für ein Gerät nicht ermitteln, etwa weil dem Gerät kein Benutzer zugewiesen ist oder der Benutzer kein passendes Zertifikat besitzt, wird die Konfiguration ohne Zertifikat übertragen. Enthält die Auswahl keinen EAP-Typ mit Identitätszertifikat, verwirft Relution ein gewähltes Zertifikat beim Speichern.
Vertrauen
Die folgenden Felder legen fest, welchem Serverzertifikat des RADIUS-Servers das Gerät vertraut. Sie stehen bei allen EAP-Typen zur Verfügung.
- Erlaubt den Benutzer das Vertrauen von Zertifikaten: Kann das Gerät das Serverzertifikat nicht prüfen, darf der Benutzer ihm selbst vertrauen. Standardmäßig aktiviert. Für eine strikte Prüfung wird die Option deaktiviert und die beiden folgenden Felder werden gepflegt.
- Vertrauenswürdige Servernamen: Liste der Namen, die im Serverzertifikat stehen dürfen, z. B.
radius.example.com. - Vertrauenswürdige Zertifikate: Mehrfachauswahl aus der Zertifikatsverwaltung →, typischerweise das Stammzertifikat der Zertifizierungsstelle, die das Serverzertifikat ausgestellt hat. Angeboten werden nur Zertifikate im Format PKCS#1.
Proxy-Einstellung
Der Abschnitt Proxy Einstellung legt einen Proxy für dieses Netzwerk fest. Das Feld Proxy Typ bietet Keine (Standard), Automatisch und Manuell.
Manuell
- Proxy Adresse: Hostname oder IP-Adresse des Proxy-Servers. Pflichtfeld.
- Proxy Port: Pflichtfeld, 1 bis 65535.
- Proxy Benutzername: optional, maximal 255 Zeichen.
- Proxy Passwort: optional.
Automatisch
- Proxy PAC URL: Adresse der PAC-Datei mit der Proxy-Konfiguration. Bleibt das Feld leer, wird keine Adresse übertragen; das Gerät sucht den Proxy dann laut Apple selbst über Web Proxy Auto-Discovery (WPAD).
- Direkte Verbindung erlauben wenn PAC nicht erreichbar ist: Ist die PAC-Datei nicht erreichbar, verbindet sich das Gerät direkt mit dem Ziel. In einer neuen Konfiguration deaktiviert.
Wird der Proxy Typ umgestellt, verwirft Relution beim Speichern die Angaben des bisherigen Typs, beim Wechsel von Manuell auch das Proxy-Passwort.
Quality of Service Richtlinie
Mit QoS Einschränkung aktivieren wird eine QoS-Markierung (Quality of Service) für dieses Netzwerk übertragen. Laut Portal-Hinweis ist sie nur in Netzwerken mit Cisco QoS Fast Lane wirksam. Standardmäßig deaktiviert. Ist die Option aktiv, stehen zwei weitere Felder zur Verfügung:
- Audio- und Videoanrufe erlauben: Audio- und Videoanrufe von Apple werden priorisiert markiert. In einer neuen Konfiguration deaktiviert.
- Zugelassene Apps: Liste der Bundle-IDs von Apps, deren Datenverkehr priorisiert markiert wird.
Besonderheiten
- Mehrere WLAN-Konfigurationen: Eine Richtlinie kann mehrere WLAN-Konfigurationen enthalten, z. B. für verschiedene Standorte. Erhält ein Gerät mehrere WLAN-Konfigurationen mit derselben Netzwerk SSID, wird nur eine davon angewendet, bei unterschiedlichen Richtlinien die aus der Richtlinie mit der höchsten Priorität. Die SSID wird dabei unter Beachtung der Groß- und Kleinschreibung verglichen.
- Gespeicherte Passwörter: Seit Relution 26.5.5 werden gespeicherte Passwörter (WLAN-Passwort, EAP-Passwort, Proxy-Passwort) im Formular nicht mehr angezeigt; das Feld zeigt dann
*****. Bleibt es unverändert, wird das gespeicherte Passwort beibehalten. - Platzhalter: In den Textfeldern sind Benutzer-Platzhalter wie
${user.name}oder${user.email}möglich, die pro Gerät aufgelöst werden. Geräte-Platzhalter stehen nicht zur Verfügung. Die verfügbaren Platzhalter zeigt das Formular unterhalb der Einstellungen an. Weitere Informationen: Erweiterte Platzhalter →
Verwandte Themen
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