Native Apps konfigurieren

Native macOS-Apps – also selbst als .pkg oder .dmg hochgeladene Anwendungen – lassen sich in Relution vorkonfigurieren. Der dafür vorgesehene Weg unterscheidet sich jedoch von dem für Apps aus dem App Store. Entscheidend ist die Quelle der App, denn sie bestimmt, welche Methode zur Verfügung steht.


App-Quelle bestimmt die Konfigurationsmethode

Die Richtlinien-Konfiguration Managed App → setzt voraus, dass die App über einen von Apple verwalteten Kanal installiert wurde. Sie wird von macOS nur auf Apps angewendet, die aus dem App Store bzw. über Apps und Bücher (im Portal: VPP) installiert wurden. Bei diesen Apps übernimmt das Betriebssystem die Zuordnung der Konfiguration zur App anhand der Bundle-ID.

Für native Apps greift dieser Mechanismus nicht, da sie nicht über den verwalteten App-Store-Kanal installiert wurden. Im Portal lassen sie sich in der Konfiguration Managed App zwar auswählen, die Konfiguration wird für sie jedoch nicht wirksam. Die Konfiguration einer nativen App muss daher als Payload über die Richtlinien-Konfiguration Apple Configurator 2 Konfiguration → übertragen werden.

App-QuelleKonfigurationsmethode
App Store / Apps und BücherManaged App
Native App (.pkg / .dmg)Payload über Apple Configurator 2 Konfiguration

Konfiguration nativer Apps über Apple Configurator 2

Welche Schlüssel und Werte in der Payload (Property-List) unterstützt werden, gibt der jeweilige App-Hersteller vor. Die Einrichtung erfolgt in wenigen Schritten:

  1. Die native App wird zunächst wie gewohnt bereitgestellt, sodass sie auf den Zielgeräten installiert ist (siehe Native macOS-Apps installieren →).
  2. Die gewünschte App-Konfiguration wird als .mobileconfig-Datei zusammengestellt (siehe Empfehlung unten).
  3. In der Richtlinie wird eine Apple Configurator 2 Konfiguration hinzugefügt, ein Name vergeben und die .mobileconfig-Datei vollständig über .mobileconfig Datei auswählen hochgeladen. Der Inhalt erscheint anschließend im Feld Payload Inhalt und kann dort bei Bedarf angepasst werden.
  4. Die Richtlinie wird veröffentlicht und den betroffenen Gerätegruppen zugewiesen.

Eine .mobileconfig-Datei darf in PayloadContent nur einen Konfigurationstyp (Payload-Typ) enthalten; zusätzliche Zertifikat-Payloads sind erlaubt. Enthält die Datei mehrere Typen, etwa Einstellungen für mehrere Apps, lässt sich die Konfiguration nicht speichern. Für jede App wird daher eine eigene Apple Configurator 2 Konfiguration angelegt. Enthält die Datei mehrere Payloads desselben Typs, wird nur der erste übertragen. Weitere Anforderungen an die Datei beschreibt der Artikel Apple Configurator 2 Konfiguration →.


Empfehlung: Payload mit dem iMazing Profile Editor erstellen

Das manuelle Schreiben einer Payload ist fehleranfällig. Zur komfortablen Erstellung empfiehlt sich das Drittanbieter-Werkzeug iMazing Profile Editor. Darin lässt sich die Konfiguration über eine grafische Oberfläche zusammenklicken, ohne die zugrunde liegende Property-List von Hand zu schreiben.

Der Ablauf gestaltet sich wie folgt:

  1. Im iMazing Profile Editor werden die gewünschten Einstellungen für die App über die Oberfläche gesetzt.
  2. Das Ergebnis wird unsigniert als .mobileconfig exportiert. Relution liest die Datei als XML ein; signierte Profile lassen sich nicht speichern.
  3. Die vollständige .mobileconfig-Datei wird in der Apple Configurator 2 Konfiguration in Relution hochgeladen.

In der Payload lassen sich zusätzlich die von Relution bereitgestellten Platzhalter verwenden (z. B. ${user.email}), um die Konfiguration benutzerabhängig auszufüllen. Die verfügbaren Platzhalter werden unterhalb des Konfigurationsformulars angezeigt und beim Übertragen der Konfiguration auf die Geräte ersetzt, siehe Erweiterte Platzhalter →.

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