Native Installation: Zertifikat erneuern
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Bei einer nativen Installation unter Windows oder Linux liefert nginx das SSL-Zertifikat aus. Wurde das neue Zertifikat mit einem neuen Schlüsselpaar (neue CSR) ausgestellt, wird zusätzlich die Datei server.key durch den neuen privaten Schlüssel ersetzt. Wurde dieselbe CSR verwendet, bleibt server.key unverändert.
Die Datei server.pem enthält das Serverzertifikat samt Zwischenzertifikaten. Ein gekauftes Zertifikat wird zunächst nach Gekauftes Zertifikat erneuern → vorbereitet; dort ist auch die Umwandlung aus anderen Formaten wie PFX beschrieben.
Windows
Bei einer Windows-Installation wird wie folgt vorgegangen:
Zertifikat und Schlüssel liegen standardmäßig unter
%ProgramFiles%\nginx\server.pemund%ProgramFiles%\nginx\server.key. Befinden sich die Dateien nicht dort, zeigt die Dateinginx.conf, wo sie abgelegt wurden. Die Datei liegt üblicherweise unter%ProgramFiles%\nginx\conf\nginx.conf.Innerhalb dieser Datei stehen die Pfade in folgendem Abschnitt. Relative Pfade bezieht nginx auf das Verzeichnis der
nginx.conf(%ProgramFiles%\nginx\conf).nginx.confssl_certificate "C:/Program Files/nginx/server.pem"; ssl_certificate_key "C:/Program Files/nginx/server.key";Die
server.pem-Datei wird durch die des neuen Zertifikats ersetzt oder in einem Editor (als Administrator ausgeführt) geöffnet und ihr Inhalt durch den des neuen Zertifikats ersetzt. Bei einem neuen Schlüsselpaar wird zusätzlich die Dateiserver.keyersetzt, deren Pfad unterssl_certificate_keysteht.Im Anschluss wird die Konfiguration in einer als Administrator geöffneten Eingabeaufforderung im Verzeichnis
%ProgramFiles%\nginxmitnginx.exe -tgeprüft; dabei fällt auch ein nicht zum Zertifikat passender Schlüssel auf. Anschließend wird der Dienstnginxmitsc stop nginxundsc start nginxoder über die Dienstverwaltung (services.msc) neu gestartet. Startet nginx nicht, gibt die Datei%ProgramFiles%\nginx\logs\error.logAufschluss.Ob nginx das neue Zertifikat ausliefert, zeigen die Zertifikatsdetails im Browser beim Aufruf von Relution, etwa anhand des neuen Ablaufdatums.
Linux (Rocky/Alma)
Bei einer nativen Linux-Installation wird wie folgt vorgegangen:
Zunächst wird geprüft, ob das abgelaufene Zertifikat an der Stelle
/etc/pki/tls/certs/server.pemvorhanden ist. Befindet sich die Datei nicht dort, zeigen die Einträgessl_certificate,ssl_certificate_keyund ggf.ssl_trusted_certificatein/etc/nginx/conf.d/relution-ssl.confden tatsächlichen Ablageort.Ist dies der Fall, wird eine Kopie erstellt, die Datei geöffnet, der Inhalt entfernt und der Inhalt des neuen Zertifikats in die
server.pem-Datei hineinkopiert.Alternativ lässt sich die bestehende Datei auch umbenennen und das neue Zertifikat unter dem Namen
server.pemin diesem Pfad ablegen:sudo mv /etc/pki/tls/certs/server.pem /etc/pki/tls/certs/server.pem.old sudo mv server.pem /etc/pki/tls/certs sudo chown root:root /etc/pki/tls/certs/server.pem sudo chmod 644 /etc/pki/tls/certs/server.pem sudo restorecon -v /etc/pki/tls/certs/server.pemWenn SELinux im Enforcing-Modus betrieben wird (Standard), stellt
restoreconden korrekten Sicherheitskontext wieder her. Andernfalls kann SELinux nginx den Zugriff auf das Zertifikat verweigern (siehe Veraltet: Linux (Alma) →).Bei einem neuen Schlüsselpaar wird zusätzlich der private Schlüssel ersetzt:
sudo mv server.key /etc/pki/tls/private sudo chown root:root /etc/pki/tls/private/server.key sudo chmod 600 /etc/pki/tls/private/server.key sudo restorecon -v /etc/pki/tls/private/server.keyWird OCSP Stapling verwendet, wird zusätzlich die Datei der Zertifikatskette (
ssl_trusted_certificate) erneuert.Im Anschluss wird die Konfiguration mit
sudo nginx -tgeprüft; dabei fällt auch ein nicht zum Zertifikat passender Schlüssel auf. Anschließend wird der Dienst mitsudo systemctl restart nginxneu gestartet. Startet nginx nicht, gibt die Datei/var/log/nginx/error.logAufschluss.Ob nginx das neue Zertifikat ausliefert, zeigen die Zertifikatsdetails im Browser beim Aufruf von Relution, etwa anhand des neuen Ablaufdatums.