Zertifikatsverwaltung

Neben der Built-In CA → für automatisch ausgestellte Zertifikate bietet Relution zwei weitere Ansichten zur Zertifikatsverwaltung: Zertifikate für hochgeladene und von Relution hinterlegte Zertifikate und Ausgestellte Zertifikate für eine Übersicht der Zertifikate, die Geräten über eine Zertifikat-Richtlinie ausgestellt oder zugewiesen wurden.


Zertifikate

Unter Einstellungen → Zertifikate lassen sich vorhandene Zertifikatsdateien (z. B. crt, cer, der, pem, p12/pfx) hochladen und verwalten.

Pflichtfelder beim Hochladen

  • Name: Name des Zertifikats.
  • Zertifikats-Datei: Die hochzuladende Zertifikatsdatei.

Optional

  • Passwort: Passwort der Zertifikatsdatei, falls diese verschlüsselt ist.

Ein hochgeladenes Zertifikat lässt sich anschließend in vielen Richtlinien-Konfigurationen als generisches Zertifikat auswählen — analog zur Zertifikatsvorlage der Built-In CA, jedoch ohne automatische Ausstellung pro Gerät. Typische Einsatzorte sind z. B. VPN-, WLAN (EAP-TLS)- und Exchange/E-Mail-Konfigurationen sowie die Windows- und Android-Enterprise-Zertifikat-Konfiguration.

Neben hochgeladenen Zertifikaten (Verwendungszweck Generisch) zeigt die Liste standardmäßig auch von Relution hinterlegte Zertifikate an, etwa das Built-in PKI-Root-Zertifikat, Built-in Pool-Zertifikate aus einem Zertifikatspool → sowie Push- und Signing-Zertifikate. Über die Filter Verwendungszweck, Typ (PKCS1/PKCS12) und Status lässt sich die Ansicht eingrenzen. Die Zertifikatsdatei eines Eintrags kann über die Download-Schaltfläche in der Liste heruntergeladen werden.

Ein gelöschtes Zertifikat wird nicht endgültig entfernt, sondern erhält den Status Gelöscht. Da der Filter Status standardmäßig nur Erstellt anzeigt, werden gelöschte Zertifikate erst nach Anpassen des Filters sichtbar; über Zertifikat wiederherstellen lassen sie sich zurückholen.


Ausgestellte Zertifikate (Device Certificates)

Unter Einstellungen → Ausgestellte Zertifikate findet sich eine Übersicht aller Zertifikate, die automatisch durch eine Zertifikat-Richtlinie für ein Gerät ausgestellt oder zugewiesen wurden (Built-In CA, SCEP/Microsoft ADCS oder Zertifikatspool →) — inklusive Zertifikat, Gerät, verwendeter Zertifikatsvorlage, Zertifizierungsstelle sowie Ausstellungs-, Ablauf- und ggf. Widerrufsdatum. Widerrufene Zertifikate sind standardmäßig ausgeblendet und werden über den Filter Widerrufene Zertifikate eingeblendet; zusätzlich lässt sich die Liste nach Zertifikatsvorlage filtern. Für widerrufene Zertifikate zeigen die Spalten Widerrufen von und Grund des Widerrufs, wer das Zertifikat aus welchem Grund widerrufen hat.

Ein manuelles Ausstellen ist über diese Ansicht nicht möglich — Zertifikate entstehen ausschließlich als Ergebnis eines Enrollment- oder Richtlinien-Vorgangs. Zwei Aktionen stehen zur Verfügung:

  • Löschen: Entfernt den Eintrag aus Relution. Fragt ein Gerät das Zertifikat erneut an, wird ein neues Zertifikat ausgestellt. Noch nicht abgelaufene Zertifikate, die einer von Relution verwalteten Sperrliste (CRL) zugeordnet sind, lassen sich nicht löschen, sondern nur widerrufen. Das gilt auch nach einem Widerruf, bis das Zertifikat abgelaufen ist.
  • Widerrufen: Widerruft das Zertifikat über die Zertifikat-Sperrliste (CRL) der zugehörigen Zertifizierungsstelle. Dabei muss im Pflichtfeld Grund des Widerrufs ein Grund ausgewählt werden: Nicht spezifiziert, Schlüsselverlust, CA Kompromiss, Zugehörigkeit geändert, ersetzt, Einstellung des Betriebs, Privileg zurückgezogen oder AA-Kompromiss.

Ein Widerruf ist nur für Zertifikate möglich, die über eine Built-In CA ausgestellt wurden, da Relution nur für diese eine Sperrliste führt. Zertifikate einer SCEP- oder Microsoft-ADCS-Zertifizierungsstelle sowie Zertifikate aus einem Zertifikatspool lassen sich in Relution nicht widerrufen, sondern nur löschen; ihr Widerruf erfolgt bei der ausstellenden Zertifizierungsstelle. Bereits widerrufene und abgelaufene Zertifikate lassen sich ebenfalls nicht widerrufen.

Top