OIDC mit Workspace

OpenID Connect OIDC ist ein Identitätsprotokoll, das auf OAuth 2.0 aufbaut und eine sichere Authentifizierung sowie Autorisierung für Web- und Mobile-Anwendungen ermöglicht.
Es erlaubt Nutzer, sich sicher bei verschiedenen Diensten anzumelden, während Dienstanbieter gleichzeitig auf verifizierte Identitätsinformationen zugreifen können.

In dieser Anleitung wird die Konfiguration von OIDC in Relution am Beispiel von Google Workspace erläutert.


Einrichtung Projekt und Client (Google Cloud Console)

Zunächst muss in der Google Cloud Console eine Anwendung registriert werden, um die erforderlichen Anmeldedaten zu erhalten.

  1. Unter console.cloud.google.com → anmelden.

  2. Ein neues Projekt erstellen oder ein bestehendes auswählen.

    Neues Projekt in der Google Cloud Console erstellen oder auswählen

    Projektdetails in der Google Cloud Console eingeben und bestätigen

  3. Im Menü zu APIs & ServicesOAuth consent screen navigieren und diesen bei Bedarf konfigurieren.

    OAuth Consent Screen in Google Cloud Console unter APIs und Services konfigurieren

  4. Zu Credentials wechseln, auf Create Credentials klicken und OAuth client ID auswählen.

    OAuth Client ID in Google Cloud Console unter Credentials erstellen

  5. Als Application type die Option Web application wählen.

    Web application als Application type für OAuth Client in Google Cloud auswählen

  6. Unter Authorized JavaScript origins die eigene Server-URL hinterlegen (z. B. https://support.relution.io). Hinweis: Das Feld für die Authorized redirect URIs vorerst offen lassen oder vorläufig die URL eintragen; diese wird später mit einem spezifischen Pfad aus Relution aktualisiert.

    Server-URL als Authorized JavaScript Origin in Google Cloud OAuth Client eintragen

  7. Nach dem Speichern wird die Client ID angezeigt. Diese kopieren.

    Generierte Client ID nach Speichern in Google Cloud Console kopieren

  8. Den neu erstellten Client erneut bearbeiten, um die Details einzusehen.

    Erstellten OAuth Client in Google Cloud Console zur Detailansicht öffnen

  9. Das Client Secret kopieren. ID und Secret für die spätere Verwendung in Relution sicher aufbewahren.

    Client Secret aus Google Cloud Console OAuth Client Details kopieren


Einrichtung SSO (Google Admin Console)

Parallel dazu muss das Single Sign-On (SSO) Profil in der Admin-Konsole hinterlegt werden.

  1. Zur Google Admin Console → navigieren.

  2. Unter SecurityAuthenticationSSO with third-party IdP ein neues OIDC-Profil erstellen.

    SSO Profil mit OIDC in Google Admin Console unter Security Authentication anlegen

  3. Die Client ID und das Client Secret aus dem vorherigen Kapitel eingeben.

    • Für die Issuer URL sowie die Change password URL die eigene Relution-Server-URL verwenden (z. B. https://support.relution.io).
      Client ID und Client Secret im Google Admin Console OIDC Profil hinterlegen

OIDC Einrichtung in Relution

Neu in 26.4

Nun werden die gesammelten Daten in Relution eingepflegt, um die Brücke zu Google zu schlagen.

  1. In Relution die OIDC-Einstellungen unter EinstellungenOpenID Connect öffnen.

    OIDC Einstellungen in Relution unter OpenID Connect öffnen

  2. Die Client ID und das Client Secret in die entsprechenden Felder eintragen.

  3. Unter Server URIsDiscovery-Endpunkt die folgende URL verwenden: https://accounts.google.com.

  4. Die Konfiguration kurz speichern und erneut öffnen, um die generierten Felder zu sehen.

  5. Die nun angezeigte Redirect-URL aus den Relution-Einstellungen kopieren.

    Generierte Redirect-URL aus Relution OIDC Einstellungen kopieren

  6. Zurück zur Google Cloud Console → wechseln.

  7. Den eigenen OAuth-Client bearbeiten und das Feld Authorized redirect URIs mit der URL aktualisieren, die gerade aus Relution kopiert wurde.

    Relution Redirect-URL als Authorized Redirect URI im Google OAuth Client eintragen

Wo sie zu finden sind: Die exakten Redirect-URIs für die eigene Instanz werden im Relution-Portal unter EinstellungenOpenID Connect angezeigt, sobald die Verbindung gespeichert wurde. Von dort kopieren, anstatt sie manuell zusammenzubauen.

Vor 26.4 (Legacy — eine Redirect-URI):

https://<host>/login/oauth2/code/<registrationId>

Ab 26.4 (scoped — alle zutreffenden registrieren):

https://<host>/api/management/login/oauth2/code/<registrationId>
https://<host>/api/device/login/oauth2/code/<registrationId>
https://<host>/api/teacher/login/oauth2/code/<registrationId>          # nur Education-Lizenz

Beim Upgrade die scoped URIs zum bestehenden Google OAuth-Client hinzufügen. Die Legacy-URI funktioniert weiterhin, ist aber veraltet und wird in einer zukünftigen Version entfernt. Die <registrationId> ist die OIDC-Konfigurations-UUID, die in Relution angezeigt wird.


Hinweise

Backchannel Logout

Relution unterstützt den Backchannel Logout ab der Server-Version 5.32.0.

Szenario: Ein:e Benutzer ist über SSO bei mehreren Anwendungen gleichzeitig angemeldet. Sobald die Abmeldung beim zentralen SSO-Dienst erfolgt, sorgt der Backchannel Logout dafür, dass auch die Sitzungen in Relution und anderen angebundenen Anwendungen im Hintergrund sicher beendet werden.


Logout-Verifizierung

Beide Logout-Pfade vor der Inbetriebnahme überprüfen:

  • Front-Channel-Logout: Der Benutzer klickt auf Abmelden in Relution — die Sitzung wird widerrufen und der Browser wird zum IdP-Logout-Endpunkt weitergeleitet.
  • Back-Channel-Logout: Der IdP sendet eine Logout-Benachrichtigung an Relution — die Sitzung wird ohne Benutzerinteraktion widerrufen.

Beide Pfade testen, um sicherzustellen, dass eine vom IdP initiierte Sitzungsbeendigung (z. B. über die IdP-Administrationskonsole) korrekt an Relution weitergegeben wird.

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