BranchCache
Die Richtlinien-Konfiguration BranchCache aktiviert die Windows-Funktion BranchCache auf verwalteten Geräten. BranchCache speichert Inhalte, die ein Gerät von einem BranchCache-fähigen Server lädt, in einem lokalen Cache. Weitere Geräte im selben Netzwerk beziehen diese Inhalte anschließend aus dem Cache statt erneut über die WAN-Verbindung. Festgelegt werden der Speicherplatz für den Cache und der Cache-Modus: verteilter Cache zwischen den Geräten oder gehosteter Cache auf festgelegten Servern.
Details zu den einzelnen Richtlinien beschreibt Microsoft in der Dokumentation zum Policy CSP – ADMX_PeerToPeerCaching →.
Voraussetzungen
- Windows 10 ab Version 2004 sowie Windows 11 in den Editionen Pro, Enterprise und Education. Auf Geräten mit Windows Home oder einer älteren Windows-Version wird die Konfiguration nicht angewendet.
- Je Richtlinie ist eine BranchCache-Konfiguration möglich.
- Laut Microsoft werden nur Inhalte von BranchCache-fähigen Servern zwischengespeichert, etwa von Web- oder Dateiservern mit aktiviertem BranchCache-Feature.
- Für den gehosteten Cache-Modus wird mindestens ein Windows Server mit der Rolle als gehosteter Cache-Server benötigt.
Allgemein
Der Abschnitt Allgemein enthält alle Felder der Konfiguration.
- Festplattenspeicher in Prozent (Pflichtfeld, Standard: 5): Anteil des gesamten Festplattenspeichers, den der BranchCache-Cache auf dem Gerät belegen darf. Zulässig sind Werte von 1 bis 100.
- Caching-Server: Liste der Computernamen aller Server, von denen zwischengespeicherte Inhalte abgerufen werden. Jeder Eintrag wird einzeln hinzugefügt; das Portal prüft die Einträge nicht auf ein gültiges Format.
Der Inhalt des Felds Caching-Server bestimmt den Cache-Modus:
- Liste leer: Das Gerät arbeitet im verteilten Cache-Modus. Zwischengespeicherte Inhalte werden direkt zwischen den Geräten im selben Netzwerk ausgetauscht, die ebenfalls im verteilten Cache-Modus laufen. Auf diesen Fall weist auch der Hinweistext über dem Feld hin.
- Mindestens ein Eintrag: Das Gerät arbeitet im gehosteten Cache-Modus und bezieht zwischengespeicherte Inhalte von den eingetragenen Servern. Der verteilte Cache-Modus wird dabei deaktiviert. Der erste Eintrag der Liste wird zusätzlich als Server für die Richtlinie zum gehosteten Cache-Modus gesetzt, die vollständige Liste in der eingetragenen Reihenfolge als Liste mehrerer gehosteter Cache-Server.
Übertragung auf das Gerät
Relution überträgt die Einstellungen über den ADMX-gestützten Policy CSP ADMX_PeerToPeerCaching unter ./Vendor/MSFT/Policy/Config/ADMX_PeerToPeerCaching/. BranchCache selbst wird dabei immer aktiviert; einen Schalter zum Deaktivieren gibt es in der Konfiguration nicht.
| CSP-Knoten | Ohne Caching-Server | Mit Caching-Servern |
|---|---|---|
EnableWindowsBranchCache | aktiviert | aktiviert |
SetCachePercent | aktiviert mit dem Wert aus Festplattenspeicher in Prozent | aktiviert mit dem Wert aus Festplattenspeicher in Prozent |
SetDataCacheEntryMaxAge | aktiviert | aktiviert |
EnableWindowsBranchCache_Distributed | aktiviert | deaktiviert |
EnableWindowsBranchCache_Hosted | deaktiviert | aktiviert mit dem ersten Eintrag aus Caching-Server |
EnableWindowsBranchCache_HostedMultipleServers | deaktiviert | aktiviert mit allen Einträgen aus Caching-Server |
Das maximale Alter der Segmente im Datencache (SetDataCacheEntryMaxAge) ist im Portal nicht einstellbar. Nicht gesetzt werden die automatische Erkennung gehosteter Cache-Server (EnableWindowsBranchCache_HostedCacheDiscovery) und BranchCache für Netzwerkdateien (EnableWindowsBranchCache_SMB); diese Einstellungen behalten die Windows-Voreinstellung und lassen sich bei Bedarf über eine Benutzerdefinierte CSP → setzen.
Zusätzlich übergibt Relution die Konfiguration an den Relution Companion für Windows →.
Wird die Konfiguration aus der Richtlinie entfernt oder die Richtlinie vom Gerät genommen, löscht Relution den Knoten ADMX_PeerToPeerCaching und damit alle BranchCache-Richtlinien auf dem Gerät.
Relution als BranchCache-fähiger Server
Relution unterstützt BranchCache auch beim Ausliefern eigener Dateien, etwa von App-Paketen. Fordert ein Windows-Gerät eine Datei ab 50 MB mit BranchCache-Unterstützung an (HTTP-Kodierung peerdist), antwortet Relution mit den BranchCache-Inhaltsinformationen der Datei. Laut Microsoft lädt das Gerät die Daten anschließend aus dem Cache im eigenen Netzwerk und nur fehlende Teile vom Server. Kleinere Dateien liefert Relution unverändert direkt aus.
Verwandte Themen
- Verfügbare Konfigurationen → — alle Richtlinien-Konfigurationen für Windows im Überblick.
- Windows Companion → — Installation und Aufgaben des Relution Companion für Windows.
- Benutzerdefinierte CSP → — weitere BranchCache-Richtlinien, die die Konfiguration nicht abdeckt.
- Einschränkungen der Windows Home Edition → — Richtlinien und Aktionen auf Windows Home.
- Inhaltscaching → — das entsprechende Caching für Apple-Geräte über einen Mac.