Mit der Konfiguration E-Mail wird ein POP3- oder IMAP4-Konto samt Postausgangsserver (SMTP) auf Windows-Geräten eingerichtet. Relution überträgt die Einstellungen über den Windows-Konfigurationsdienst EMAIL2. Benutzername und E-Mail-Adresse lassen sich über Platzhalter pro Benutzer befüllen.
Für Konten auf einem Microsoft Exchange Server über Exchange ActiveSync ist stattdessen die Konfiguration Exchange → vorgesehen (siehe Abgrenzung zu Exchange →).
Besonderheiten
- Pro Richtlinie sind mehrere E-Mail-Konfigurationen erlaubt, etwa für mehrere Postfächer.
- Das Portal nennt für die Konfiguration keine Einschränkung auf bestimmte Windows-Editionen oder -Versionen.
- Synchronisiert werden ausschließlich E-Mails. Kontakte, Kalender und Aufgaben werden über diese Konfiguration nicht abgeglichen.
- Name des Kontos und Art des Kontos lassen sich nach dem Erstellen der Konfiguration nicht mehr ändern. Für einen anderen Kontonamen oder Kontotyp wird eine neue Konfiguration angelegt.
- Wird die Konfiguration aus der Richtlinie entfernt, löscht Relution das Konto auf dem Gerät.
- Schlägt die Einrichtung auf einem Gerät fehl, erscheint in der Compliance des Geräts der Verstoß E-Mail-Konfiguration.
Unterhalb des Formulars listet das Portal die verfügbaren Platzhalter, z. B. ${user.email} oder ${user.name}. Sie werden bei der Zustellung mit den Daten des Benutzers befüllt, der dem Gerät zugewiesen ist. Weitere Informationen: Erweiterte Platzhalter →
Kontoeinstellungen
Der Abschnitt Kontoeinstellungen (im Portal: Konto Einstellung) enthält im Bereich Allgemein die Kontodaten.
- Name des Kontos (Pflichtfeld, max. 32 Zeichen): Name, unter dem das Konto auf dem Gerät angelegt wird. Führende und abschließende Leerzeichen sind nicht erlaubt.
- Art des Kontos (Pflichtfeld): POP3 (Standard) oder IMAP4.
- E-Mail Adresse des Benutzers verwenden: Ist der Schalter aktiv, wird das Feld E-Mail-Adresse gesperrt und mit dem Platzhalter
${user.email}befüllt. - E-Mail-Adresse (Pflichtfeld, max. 255 Zeichen): Antwortadresse des Kontos. Erlaubt sind eine feste E-Mail-Adresse oder ein Platzhalter.
- Sender name (optional, max. 255 Zeichen): Absendername, der in gesendeten Nachrichten erscheint. Das Feld ist im deutschen Portal englisch beschriftet. Bleibt es leer, wird kein Absendername übertragen.
Posteingangsserver
Der Abschnitt Posteingangsserver Einstellungen beschreibt den POP3- bzw. IMAP4-Server.
- Posteingangsserver verwendet SSL: Standardmäßig aktiviert.
- Hostname des Posteingangsservers (Pflichtfeld, max. 62 Zeichen): Hostname ohne Protokoll und ohne Port. Relution überträgt ihn zusammen mit der Portnummer im Format
<Hostname>:<Port>. - Portnummer des Posteingangsservers: Wert zwischen 1 und 65535, Standard
993. Der Standardwert entspricht dem üblichen Port für IMAP über SSL. Für POP3 über SSL ist in der Regel995üblich; maßgeblich ist die Vorgabe des Mailservers. - Benutzername für den Posteingangsserver (Pflichtfeld): Anmeldename am Posteingangsserver, Platzhalter wie
${user.name}sind möglich. - Passwort für den Posteingangsserver (Pflichtfeld beim Anlegen): Ein gespeichertes Passwort wird nicht mehr angezeigt, das Feld zeigt dann
*****. Bleibt es unverändert, wird das gespeicherte Passwort beibehalten. - Domäne für Posteingangsserver (optional, max. 255 Zeichen): Domäne der Anmeldedaten, falls der Mailserver sie verlangt.
Postausgangsserver
Der Abschnitt Postausgangsserver Einstellungen beschreibt den SMTP-Server.
- Postausgangsserver verwendet SSL: Standardmäßig aktiviert.
- Den Hostnamen vom Posteingangsserver verwenden: Lässt sich aktivieren, sobald ein gültiger Hostname des Posteingangsservers eingetragen ist. Ist der Schalter aktiv, wird der Hostname des Posteingangsservers übernommen und das Feld Hostname des Postausgangsservers gesperrt.
- Hostname des Postausgangsservers (Pflichtfeld): Hostname ohne Protokoll und ohne Port, übertragen im Format
<Hostname>:<Port>. - Portnummer des Postausgangsservers (Pflichtfeld): Wert zwischen 1 und 65535, Standard
465. - Postausgangsserver muss konfiguriert werden: Legt fest, ob der Postausgangsserver eine Anmeldung verlangt (englisches Portal: Outgoing e-mail server requires authentication). Bei neuen Konfigurationen deaktiviert. Ist die Option aktiv und kein alternatives Konto eingerichtet, verwendet das Gerät dieselben Anmeldedaten wie für den Posteingangsserver.
- Alternatives SMTP Postausgangskonto verwenden: Nur verfügbar, wenn Postausgangsserver muss konfiguriert werden aktiv ist; bei neuen Konfigurationen deaktiviert. Ist der Schalter aktiv, werden für den Versand eigene Anmeldedaten verwendet:
- Benutzername für das alternative Postausgangskonto (Pflichtfeld)
- Passwort für das alternative Postausgangskonto (Pflichtfeld beim Anlegen): Verhalten wie beim Passwort des Posteingangsservers.
- Domäne für das alternative Postausgangskonto (optional, max. 255 Zeichen)
Wird Postausgangsserver muss konfiguriert werden ausgeschaltet, deaktiviert das Formular das alternative Konto und leert dessen Felder.
Synchronisation
Der Abschnitt Synchronisations Einstellungen steuert Umfang und Häufigkeit des Abgleichs.
- Zu Sychronisierende E-Mails (Pflichtfeld): Alle, Nicht älter als eine Woche (Standard), Nicht älter als zwei Wochen oder Nicht älter als ein Monat.
- Synchronisierungsintervall (Pflichtfeld): Manuell, Alle 15 Minuten (Standard), Alle 30 Minuten, Stündlich oder Alle 2 Stunden.
- Verhalten beim Löschen einer Nachricht (Pflichtfeld): Standard (Standard), Nachricht vom Server löschen oder Nachricht nur lokal, aber nicht von Server löschen.
- Konto nur im mobilen Netzwerk synchronisieren: Standardmäßig deaktiviert. Ist die Option aktiv, nutzt das Konto ausschließlich das Mobilfunknetz und kein WLAN.
- Maximale Größe des Dateianhangs (in KB): Nur bei Art des Kontos IMAP4 sichtbar und übertragen. Unbegrenzt, 25 KB, 50 KB, 125 KB oder 250 KB (Standard). Größere Anhänge werden nicht heruntergeladen und verbleiben auf dem Server, die Nachricht selbst wird geladen.
- Maximale Nachrichtengröße (in GB): 1 GB, 2 GB, 5 GB, 20 GB (Standard) oder 50 GB. Größere Nachrichten werden abgerufen, aber gekürzt. Relution überträgt dabei den Zahlenwert der Auswahl (
1024bis51200), den Microsoft für diese Einstellung in Byte dokumentiert.
Laut Hinweis im Portal berücksichtigt Windows Synchronisierungsintervall beim erstmaligen Anlegen eines POP3- oder IMAP4-Kontos nicht und Zu Sychronisierende E-Mails beim erstmaligen Anlegen eines POP3-Kontos nicht. Zu Beginn werden daher alle E-Mails synchronisiert, die Vorgaben greifen nach Abschluss der ersten Synchronisation. Dieses Verhalten legt Microsoft fest und kann sich mit neuen Windows-Versionen ändern.
Abgrenzung zu Exchange
| Merkmal | Exchange | |
|---|---|---|
| Protokoll | POP3 oder IMAP4, Versand über SMTP | Exchange ActiveSync |
| Synchronisierte Inhalte | nur E-Mails | E-Mails, Kontakte, Kalender, Aufgaben |
| Secure Mail Gateway | nicht verfügbar | optional |